Was bedeutet Trekking und wo liegt der Unterschied zum Wandern?

Wandern und Trekking gehen Hand in Hand wie Bushcraft und Survival. Der Unterschied zwischen Trekking und Wandern ist eigentlich nur ein, aber sehr wichtiger Punkt. Wandern ist meistens ein langausgedehnter Spaziergang, der sich über mehrere Stunden ziehen kann und meistens eine Art Rundweg ist. Beim Wandern startest Du zu Hause und kommst auch wieder zu Hause an, machst aber einen oder mehrere kleine Pausen um etwas zu Essen und zu trinken, oder einfach um die Natur zu genießen.

Beim Trekking hingegen steht fest das Du von zu Hause an einen, meistens vorher, bestimmten Punkt Wanderst. Dabei hast Du in der Regel auch eine oder mehrere Übernachtungen geplant. Dementsprechend hast Du dann auch einen Rucksack oder eine Tasche dabei in der Du in aller Regel deine Verpflegung und vielleicht auch ein Zelt und Schlafsack hast.

Dabei hat Trekking aber nicht wirklich was mit Bushcraft oder Survival zu tun, klar kann man das so planen, aber dann ist es eben kein Trekking mehr. Trekking bedeutet so etwas wie, eine bestimmte vorher geplante Zeit, Urlaub in der Natur zu machen. Im aller Regel ist dann dein Aufenthalt für eine Nacht auf einem Trekkingplatz geplant.

Was ist denn jetzt ein Trekkingplatz? Wo ist der Unterschied zum Zelt- oder Campingplatz?

Camping ist Artverwand mit Trekking, daher ist es egal ob Du auf einem Camping- oder Zeltplatz bist oder dir einen Trekkingplatz aussuchst. Der einzige Unterschied den ich persönlich festgestellt habe ist, dass Trekkingplätze direkt im Wald sind und man nur in einer bestimmten Zeit dort „Zelten“ darf, es ist auch in aller Regel günstiger als ein Zeltplatz, dafür hast Du dann aber auch keine Duschen oder Waschgelegenheiten. Die Sanitäreinrichtung besteht auf einem Trekkingplatz meist nur, wenn überhaupt, aus einer Komposttoilette. Das ist so ähnlich wie eine Campingtoilette im Trailer, halt nur ohne Spülung und es riecht ein wenig.

Dafür zahlt man auf einem Trekkingplatz auch erheblich weniger. Ich, beispielsweise, war mit meiner Frau und unserem Hund Emilio auf einem Trekkingplatz im Pfälzer Wald, dort habe ich für ein Zelt pro Nacht 10,00 Euro gezahlt. Auf einem Campingplatz hatten wir in der gleichen Konstellation für eine Nacht insgesamt 39,00 Euro gezahlt.

Vorteile und Nachteile

Auf einem Campingplatz hat man meiner persönlichen Meinung nach folgende Vorteile:
Begradigte Aufstellfläche
Mülltonnen
Restaurant
Shop
Toiletten mit Spülung
Dusch und Waschgelegenheit mit warmen Wasser
Man kann viele Leute aus aller Welt kennenlernen
Mit dem Auto oder Trailer befahrbar

Die Nachteile die ich persönlich dabei sehe:
Selbst wenn der Campingplatz in einem Naturschutzgebiet liegt fahren hier Autos, Wohnwagen usw.
Man hat keine wirkliche ruhe
Man lernt die alltäglichen Dinge nicht mehr Schätzen als sonst auch
Zu viele verschiedene Menschen haben zu viele Verschieden Meinungen bei denen es auch mal ganz schnell zu verbalen Auseinandersetzungen kommen kann.
Man hat nicht die Möglichkeit die Natur von ihrer wahren Seite kennenzulernen
Für eine Übernachtung zahlt man auch trotz Ermäßigung immer noch extra für den Hund und ist selbst dann noch bei einem Preis von ca. 29,00 Euro pro Nacht
Nicht auf jedem Campingplatz oder Zeltplatz ist ein Lagerfeuer erlaubt auf einigen Plätzen ist sogar schon ein Campingkocher oder ähnliches Verboten, wenn man kein Wohnwagen oder Trailer hat

Die Vorteile eines Trekkingplatzes finde ich persönlich anregender:
Extrem günstig, pro Zelt 10,00 Euro, keine Abrechnung pro Person, keine extra Kosten für Hunde
Abgeschiedenheit vom Alltag
Man kann die Natur in voller Ausprägung genießen und hört wirklich abenteuerliche Laute von Tieren und das Spiel der Bäume und Sträucher
Feuer machen ist erlaubt, dafür gibt es extra Feuerstellen, es sei denn es herrscht Waldbrandgefahr, aber selbst hierbei ist das Kochen auf einem Spiritusbrenner in der Feuerstelle noch erlaubt.
An einigen Trekkingplatzen gibt es Quellen aus denen man direkt trinken kann
Wenig betrieb auf einem Trekkingplatz, da, in dem Beispiel von unserem Trekkintrip, nur maximal 10  3 Mann Zelte auf dem Platz erlaubt waren
Hier lernt man Leute mit denselben Interessen kennen und kann sich super austauschen und sich gegenseitig Tipps geben
Keine Autos oder sonstigen Fahrzeuge, mit Ausnahme der Forstarbeiter, die man aber nur sehr selten sieht
Auch sind auf fast allen Trekkingplätzen sogenannte „Plumpsklos“
Nachts hat man in aller Regel einen Glasklaren Sternenhimmel und sieht wesentlich mehr als sonst wo, da die meisten Trekkingplätze abseits jeder Lichtüberflutenten Gegenden sind
Die Trekkingplätze sind alle samt sehr Ordentlich und Sauber, ohne aber dabei die Natur zu beeinträchtigen
Rettungskräfte kennen die Trekkingplätze und zur Not steht auf jedem Schild die Spezifische Nummer, wie sie auch von Waldarbeitern genutzt werden

Aber auch hier gibt es leider minimale Nachteile:
Keine Dusch und Waschmöglichkeit mit Fließendem Wasser, außer dem evtl. Vorhandenem Quellwasser
Keine Toiletten mit Spülung
Keine Restaurants oder Shops
Seinen Müll muss man selbst mitnehmen, da es hier keine Mülltonnen oder Mülleiner gibt

Mein persönliches Fazit daraus lautet
Auf einem Trekkingplatz bekommt man für wenig Geld eine Menge geboten, wenn man nicht grade auf ein Restaurant angewiesen ist, kann man sich mit einem kleinen Lagerfeuer in der Feuergrube tolle Stockbrot machen oder einige Würstchen am Spieß. Selbst wenn man kein Lagerfeuer machen kann, steht einer Kocheinlage in freier Wildbahn nichts im Wege, solange man sich an die Regeln hält. Zwar sind diese „Plumpsklos“ nicht jedermanns Ding, aber immer noch besser als sich irgendwo in den Wald verkrachen zu müssen und ehrlich gesagt sind diese Toiletten sauberer als manche in einer Campinganlage. Den Glasklaren Sternenhimmel habe ich persönlich sehr selten so gesehen wie in dieser Zeit, da durch unsere Städte und unsere Industrie eine extrem hohe Lichtverschmutzung stattfindet, muss man schon weit auf dem Land wohnen um so einen Sternenhimmel zu sehen. Zwar kann man in einer Stadt den Sternenhimmel sehen, aber nicht so wie auf dem Land. Der Zustand des Trekkingplatzes hat mich sehr erfreut, da hier keinerlei Müll rum lag und auch die Zeltfläche an sich sehr Ordentlich gehalten wurde. Das wir unseren Müll wieder mitnehmen mussten, war Ehrensache, denn eine Mülltonne oder Mülleimer im Wald wären nur Nährboden für unerwünschte Mücken und würde auch dem Wildgetier nicht gut tun.